Reisekrankheiten – Schutz vor Reisekrankheiten

Die Ferien und damit der Urlaub stehen vor der Tür. Die Urlaubsreise ist geplant und viele möchten ihren Hund oder ihre Katze mitnehmen. Grundsätzlich sollte man sich genau überlegen, ob man den Hund oder die Katze diesen Reisestress und der Gefahr einer Infektion aussetzen möchte.
Es gibt verschiedene Reisekrankheiten, die unsere Vierbeiner befallen können:
 
a)     Babesiose; verbreitet in südlichen Ländern, Ungarn, Österreich, südliches Polen; auf dem Vormarsch
        bzw. regional schon verbreitet in Deutschland; Überträger ist eine Zeckenart
 
b)     Klassische Ehrlichiose; verbreitet im Mittelmeerraum; Überträger ist die Braune Hundezecke
 
c)     Anaplasmose; Schweiz und mittlerweile auch in Deutschland verbreitet;
        Überträger ist u.a. der Gemeine Holzbock
 
d)     Leishmaniose
e)     Dirofilaria immitis (Herzwurm)
 
Die Leishmaniose und die Dirofilariose sind die wichtigsten Reisekrankheiten.
 
Leishmaniose
Die Leishmaniose ist eine Infektionskrankheit, die weltweit vorkommt. Hauptverbreitungsgebiete sind Süd- und Mittelamerika, der Norden Afrikas, Zentral- und Ostasien, der Mittlere Osten und auch die Mittelmeerländer.

Überträger der Leishmanien sind die Sand- und Schmetterlingsmücken.

Die Inkubationszeit kann von Monaten bis Jahre dauern. Deshalb ist es oft schwierig, einen direkten Zusammenhang zwischen dem Aufenthalt in der betroffenen Region und der Erkrankung zu erkennen.

Erste Symptome sind grippeähnlich: Durchfall, Lahmheit, Appetitlosigkeit mit Gewichtsverlust, rasches Ermüden.
Zum Schutz vor Stichen der Sandmücken sollten Hunde daher vor Ort nach Einbruch der Abenddämmerung, wenn die Mücken am aktivsten sind, möglichst im Haus gehalten werden. Optimal ist es, Fenster und Türen mit engmaschigen Mückennetzen zu sichern. Zusätzlich ist empfohlen, die Hunde über die gesamte Reisezeit mit Tierarzneimitteln zu behandeln, die Sand- und Stechmücken nachweislich abwehren. Wichtig: Die Behandlung muss rechtzeitig vor der Ankunft am Reiseziel vorgenommen werden, bei Halsbändern mindestens eine Woche, bei Spot-On-Präparaten mindestens 24 Stunden zuvor. (Quelle: www.esccap.de)
 
Herzwürmer
Die Erkrankung kommt am häufigsten in den Mittelmeerländern und Amerika vor.

Die verschiedensten Mückenarten sind in der Lage, die Larven des Herzwurms zu übertragen. Obwohl es sich hier hauptsächlich um eine Hundekrankheit handelt, können auch Frettchen und Katzen befallen werden.

In Regionen, in denen Herzwürmer übertragen werden können, sollte ergänzend zum Schutz vor Mücken eine Wurmbehandlung angewendet werden, durch die übertragene Herzwurmlarven abgetötet werden, bevor diese das Herz des Hundes erreichen. Diese Behandlung muss spätestens 30 Tage nach der ersten Infektionsmöglichkeit einsetzen und bei längeren Aufenthalten bis 30 Tage danach in monatlichen Abständen fortgesetzt werden. (Quelle: www.esccap.de)